Marktüberblick

Am Montag blieben die Börsen in den USA geschlossen. Meist verläuft an so einem Handelstag auch in Europa der Börsenhandel im Sande. Und genau dies konnte man auch wieder einmal feststellen. Fehlen am Nachmittag die Impulse, die mit der Wall Street vor allem ab 15:30 Uhr gewöhnlich auf den DAX und die restlichen europäischen Börsen einwirken, reduziert sich oft neben einem langweiligen Seitwärtshandel auch die Liquidität. Der Deutsche Aktienindex baute immerhin die negativen Vorgaben, die am Morgen noch von Asien-Pazifik durch den Atombombentest Nordkoreas einwirkten, ab. Zum Xetra-Schluss standen ein Minus von 0,33 Prozent und 12.102,21 Punkte auf der Frankfurter Kurstafel. Das Handelsvolumen war mit 1,722 Mrd. Euro recht mickrig. Die restlichen europäischen Leitindizes schlossen ungefähr mit ähnlichen Abgaben. Europas Leitindex EuroStoxx50 beendete den Handel mit einem Minus von 0,38 Prozent bei 3.430,72 Punkten. Der SMI ging in Zürich mit einem Minus von 0,86 Prozent bei 8.864,46 Punkten aus dem Handel und bekam damit die rote Laterne. Am Nachmittag publizierte die EZB ihre bisherigen Ankaufvolumina der Woche und so kann man auch die Volumina der Papiere errechnen, die die EZB bis dato in Gesamtheit erworben hat. Vor allem der wichtigste und größte Bestandteil dabei geht auf das Konto von Staatsanleihen im Rahmen des QE-Programms. Die EZB hat Staatsanleihen im Volumen von 1,703 Billionen Euro erworben. Dazu addieren sich noch 107,3 Mrd. An Unternehmensanleihen, 228 Mrd. an Pfandbriefen und 24,5 Mrd. an ABS. Der Nachrichtenagentur Bloomberg gemäß, sind zum Beispiel im Sektor Unternehmensanleihen 21,7 Prozent der 998 verschiedenen Unternehmensanleihen im EZB-Portfolio mit einem negativen Zins belegt. Zum heutigen Stichtag führt die EZB Wertpapiere in ihren Büchern, die einen Gesamtwert in Höhe von 2,0628 Billionen haben.

Am Dienstag werden die Händler am Morgen eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor im August zu beachten haben. Eben spanischen und italienischen Indizes, werden vor allem die für Frankreich um 09:50 Uhr, für Deutschland um 09:55 Uhr, für die Eurozone um 10:00 Uhr und für Großbritannien um 10:30 Uhr von höherer Marktrelevanz für deren jeweilige Aktienindizes sein. Der Einzelhandelsumsatz für die Eurozone im Juli wird dann um 11:00 Uhr ausgewiesen und am Nachmittag folgt dann aus den USA um 16:00 Uhr der Auftragseingang der Industrie.

Ausblick DAX

Am Dienstag tendieren die asiatisch-pazifischen Leitindizes uneinheitlich. Während der Nikkei225, der ASX200, die südkoreanischen Kospi-Indizes mit Verlusten kämpfen, notieren der Hang Seng du der STI mit leichten Zugewinnen. Die US-Futures notieren überwiegend im roten Bereich.

Zur Charttechnik:
Der Deutsche Aktienindex schloss zum Wochenbeginn mit einem Minus von 0,33 Prozent bei 12.102,21 Punkten. Noch zum Handelsstart wurde der hier oft zitierte Abwärtstrend, der von 12.951,54 auf 12.676,40 Punkten anzulegen ist, getestet. Ausgehend vom letzten Verlaufstief von 11.868,84 Punkten auf das aktuellste Zwischenhoch von 12.191,23 Punkten, könnten sich die weiteren Ziele auf der Ober- und Unterseite identifizieren lassen. Die Widerstände wären demnach bei 12.191/12.267/12.315 und 12.390 Punkten zu ermitteln. Die Unterstützungen lägen bei 12.068/12.030/11.993/11.945 und 11.869 Punkten.

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