Eine turbulente Hauptversammlung wurde beim Automobilzulieferer Grammer erwartet. Denn der Großaktionär, die bosnische Familie Hastor (Prevent Gruppe), strebte nichts weniger als massive Personalrochaden in Vorstand und Aufsichtsrat an, um so das Unternehmen unter ihre Kontrolle zu bringen. Doch die auf der gestrigen Hauptversammlung anwesenden Aktionäre erteilten Hastor eine klare Absage. Nun stellt sich natürlich die Frage nach dem weiteren Vorgehen der Bosnier.

Gibt sich die Familie geschlagen und wirft womöglich ihre Aktien auf den Markt? Oder versucht man langsam, still und heimlich weitere Anteile über die Börse zu kaufen, um so sein Ziel doch noch zu erreichen? Leider ist diese, für die weitere Kursentwicklung sehr zentrale Frage, für uns Außenstehende schwierig zu beantworten. Allerdings halte ich die Aktie des Automobilzulieferers mit einem KGVe von 12 ohnehin für fundamental recht teuer. Ohne den bosnischen Angreifer läge der Titel, der ja zuletzt schon etwas unter Abgabedruck stand, wohl noch tiefer. Daher gehe ich bei Grammer von fallenden Kursen aus und würde Longpositionen in der Aktie erst zu Kursen unter 45 Euro ins Auge fassen.

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